Wallfahrer aus dem Pfarrei St. Johannes der Täufer unterwegs


Pilgerweg zu Bruder Klaus


Alle zwei Jahre machen sich Wallfahrer aus Altenfurt, Fischbach und Moorenbrunn auf den Weg nach Flüeli in der Schweiz - zur Wirkungsstätte des Schweizer Nationalheiligen und Friedensstifters Niklaus von Flüe, bekannt als Bruder Klaus. Eine kleine Gruppe startete heuer nach dem Pilgersegen mit dem Auto nach Friedrichshafen, überquerte per Fähre den Bodensee und marschierte dann zu Fuß von Romanshorn nach Flüeli. Sechs Tage später nach 162 km erreichte sie Kapelle und Kate von Bruder Klaus im Ranft.


Vater unser – Das Lieblingsgebet von Bruder Klaus

Thematisch stand das Vater unser im Mittelpunkt der Wallfahrt. Jeder Pilgertag begann mit dem Gebet der Laudes. Bei der Statio unterwegs befasste sich die Gruppe täglich mit einer Bitte des Lieblingsgebets des Hl. Klaus von Flüe, spürte in der Betrachtung von Texten, Gebet und Gedankenaustausch der Sinnaussage nach. Impulse dienten dazu, jedem Einzelnen beim Nachdenken zu helfen, für sich und sein persönliches Leben Ansatzpunkte zu finden. Immer wieder schlug man die Brücke zu Bruder Klaus, zu seinem außergewöhnlichen Lebensweg, seinen Visionen, seiner Bedeutung als Friedensstifter für sein Land.


Die Wallfahrer waren dieses Jahr ohne geistlichen Leiter unterwegs. Dennoch beschlossen sie jeden Pilgertag mit einem Gottesdienst. Wenn möglich besuchten sie am Zielort eine hl. Messe; ansonsten gestalteten sie miteinander eine Wortgottes-Feier. In Flüeli feierte ein Ruhestandsgeistlicher mit den Pilgern in der Ranftkapelle den Schlussgottesdienst und die Vorabendmesse zum Pfingstfest.


Die Schweizwallfahrt stellt hohe Anforderungen an die Wanderer. Teilweise gehen sie auf dem Jakobsweg, steile Auf- und Abstiege sind zu bewältigen bei Sonne wie bei Regen; Entschädigung bietet die wunderschöne, intakte Landschaft. Die Anstrengungen und Erlebnisse schweißen sie Gruppe zusammen, das empfundene Gemeinschaftsgefühl stärkt und belebt, gibt Motivation für den Alltag zu Hause. Dankbar waren die Wanderer täglich für den Transport ihres Gepäcks und die Betreuung durch ein engagiertes Serviceteam.
Beim Abschluss in der Rundkapelle am Pfingstsonntag waren alle müde und glücklich über einen rundum gelungenen Pilgerweg.


Ulli Pilz-Dertwinkel