Pfarrverbandswallfahrt nach Stettkirchen


„Suchet Frieden“

 

Das Leitwort des Katholikentages „Suchet Frieden“ war auch das Thema der diesjährigen Pfarrverbandswallfahrt. Ziel war die Wallfahrtskirche „Maria Heimsuchung“ in Stettkirchen nahe Hohenburg im Lauterachtal. Bei sommerlichen Temperaturen marschierten die Fußwallfahrer an drei Tagen 77 km; parallel machte sich eine Radlergruppe auf den Weg. Den Abschlussgottesdienst in der Barockkirche feierten die Pilger gemeinsam mit einer Gruppe Buswallfahrer, die am letzten Tag dazukamen.

 

Fuß- und Radwallfahrer starteten nach dem Pilgersegen von der Rundkapelle aus. Friede, so Diakon Sebastian Magiela, sei heute mehr denn je ein zentrales Thema und verwies auf die zahllosen Konflikte und Kriege weltweit. Umso wichtiger sei es deshalb für gläubige Christen, in diesem Anliegen zu beten. Bei den einzelnen Statios in Wald und Feld oder in einer Kirche am Weg wurde das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet: „Frieden mit mir und dir“, „Frieden in der Welt“ und „Frieden in Gott“ lauteten die Überschriften für die drei Pilgertage. Mit sich selbst im Reinen zu sein, den inneren Frieden zu finden, so war man sich einig, ist eine Grundvoraussetzung, damit Frieden sich ausbreiten kann. Sich selbst und den anderen zu lieben, also ohne Wenn und Aber zu akzeptieren und dafür Unterstützung im Glauben zu suchen ist der richtige Weg. Aufgabe ist demnach, dem Unfrieden aktiv entgegenzuwirken – im häuslichen Umfeld, in der Arbeit oder Pfarrgemeinde wie auch in der Begegnung mit Angehörigen fremder Kulturen und Religionen. Damit dies gelingt, gilt es, sich zu bemühen, für sich selbst den Frieden in Gott zu finden. Offen zu sein für Gott, Vertrauen in seine Güte, sowie in dem Bewusstsein, nicht alles selbst bewirken zu können, die Bereitschaft, einen eigenen Beitrag zu leisten, sind Bausteine für den Frieden im Alltag und in der Welt.

 

Ein abendlicher Gottesdienst rundete jeden Wallfahrtstag ab. Wenn kein Geistlicher zur Verfügung stand, gestalteten die Pilger gemeinsam eine Wort-Gottes-Feier. Gefreut haben sie sich, dass Dekan Gerhard Ehrl, der früher als Kaplan in ihrem Pfarrei St. Johannes der Täufer selbst an diesen Wallfahrten teilgenommen hat, sich Zeit für sie nahm. Der Pfarrer des Pfarrverbands Lauterhofen feierte mit ihnen eine heilige Messe im kleinen Kreis sowie den fröhlichen Abschlussgottesdienst am Ziel „Maria Heimsuchung“. Einen herzlichen Dank dafür an den Geistlichen sowie an Diakon Sebastian Magiela, Sabine Fischer und Tochter für die gelungene musikalische Umrahmung mit Gitarre und Querflöte.

 

Am Ende auch dieser Pfarrverbandswallfahrt bleibt ein dankbarer Blick zurück – auf Wandern durch herrliche Natur bei strahlendem Wetter, auf gelebte Gemeinschaft, auf füreinander Beten und gesellige Abende. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich um Vorbereitung und Organisation gekümmert haben, an die netten Leute, die uns übernachten ließen und die wir unterwegs kennenlernen durften. All das macht Lust, sich auch nächstes Jahr wieder als Pilger auf den Weg zu machen.

 

 

Ulli Pilz-Dertwinkel