Drei Gemeinden schließen sich zusammen

Es steht uns eine große Veränderung ins Haus.

Aus 3 Pfarreien soll eine neue, große Pfarrei werden.

 

Ein erster, eigener Schritt wurde bereits durch die Gründung eines Pfarrverbandsrats getan. Diese Einrichtung wird mit den Vertretern der jetzigen Pfarrgemeinderäte der 3 Pfarreien bestückt. Sie wird als Vorgängerin des gemeinsamen Pfarrgemeinderates betrachtet.

Es ist so weit. Mit der Wahl am 25.2.2018 werden die Weichen neu gestellt.
In Altenfurt, Moorenbrunn und Fischbach werden die Pfarrgemeinderäte durch die neu zu wählenden Kirchortsräte ersetzt.

   

NEUE STRUKTUREN IN ALFIMO


Neuordnung der Pfarrgemeinderäte und Kirchenstiftungen
Altenfurt, Fischbach und Moorenbrunn


Die Kirche verändert sich. Das ist im Großen wie im Kleinen wahrzunehmen. Und es geht auch nicht anders, weil Kirche immer schon als „Volk Gottes“ auf dem Weg ist, inmitten aller gesellschaftlichen Veränderungen.


Es ist eine spannende Zeit, in der wir derzeit an der Weiterentwicklung von Kirche auch bei uns im Bistum Eichstätt und im Pfarrei St. Johannes der Tufer Altenfurt-Fischbach- Moorenbrunn mitwirken dürfen.


Die drei Gemeinden St. Sebald Altenfurt, Heilig Geist Fischbach und Mutter vom Guten Rat Moorenbrunn wollen weiter zusammenwachsen und das gemeindliche Leben an die veränderten Voraussetzungen anpassen. Einerseits beklagen viele die sinkende Anzahl der Katholiken in den drei Pfarreien (- 22% seit 1990). Auch die Teilnehmerzahl an den Gottesdiensten ist deutlich zurückgegangen.


Die Personaldecke im Bereich der Priester, Diakone und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird ebenfalls immer dünner, was wir in unseren Pfarreien unmittelbar erlebt haben. Es wäre jedoch fatal, resigniert den Rückzug anzutreten.

Wie in der Nürnberger Presse zu lesen war (Alexander Jungkunz, NN 21.10.2017) wird von uns als Kirche nach wie vor – wenn nicht verstärkt – erwartet, mit unserer Botschaft „Salz der Erde“ und „Licht“ zu sein in unserer Zeit.


Dabei geht es auch darum, als Pfarrgemeinde/n frei zu werden für neue Aufgaben und Wege. Manchmal heißt das auch, sich von Ballast zu lösen, der am Weiterkommen hinderlich ist. Der Bestand an Gebäuden (Kirchen, Pfarrhäuser, Pfarrheime, Pfarrbüros) konnte in der Vergangenheit nicht an die veränderten Bedürfnisse angepasst werden. Vieles ist zu groß dimensioniert und belastet zunehmend das finanzielle Budget der Gemeinden. Die Ausgaben für „Steine“ drohen die Ausgaben für pastorale Projekte zu übersteigen. Wir wollen eine „neue Gemeinde“ gestalten, in der Menschen eine Heimat haben und auch dem missionarischen Auftrag der Kirche, Salz der Erde zu sein, gerecht werden.


Für die anstehenden Veränderungen in den Strukturen dient ein Vers aus dem Markusevangelium als gutes Gleichnis (Mk 2,22, neue Einheitsübersetzung): „Auch füllt niemand jungen Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der Wein die Schläuche; der Wein ist verloren und die Schläuche sind unbrauchbar. Junger Wein gehört in neue Schläuche. Mit den Veränderungen von Strukturen, um bei dem Gleichnis zu bleiben, stellen wir neue Schläuche Verfügung. Damit haben wir noch keinen jungen Wein. Auf jeden Fall aber erfordert junger Wein neue Schläuche.


Und so sollen die neuen Schläuche aussehen: Ab Januar 2018, so haben es die Kirchenverwaltungen der drei Kirchenstiftungen beschlossen, wird aus den drei Kirchenstiftungen eine gemeinsame Stiftung entstehen, die dann „vor allem die ihre Kirche betreffenden rechtlichen Beziehungen trägt und mit ihrem Vermögen wie dessen Ertrag den ortskirchlichen Bedürfnissen dient“, wie es in der „Ordnung für kirchliche Stiftungen in den bayer. (Erz-)Diözesen“ heißt.


Es geht nicht um eine Zentralisierung aller Einrichtungen und Aufgaben, sondern um eine weitsichtige Unterstützung der Bedürfnisse der drei Kirchorte in AlFiMo. Die Neuwahl der Pfarrgemeinderäte im Februar 2018 mündet ebenfalls in einer neuen Struktur (siehe Information zur Pfarrgemeinderatswahl). Damit steht zukünftig eine Kirchenverwaltung den drei Kirchortsräten mit dem einen Pfarrgemeinderat zu Seite, der sich um die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen kümmert.


Mit diesen Veränderungen folgen wir dem bereits eingeschlagenen Weg, der mit der Zusammenführung der vier Kindertagestätten und der Neuorganisation der Pfarrbüros begonnen hat. Die Herausforderung, der wir uns alle stellen, ist die Wahrung einer notwendigen und sinnvollen Eigenständigkeit in den drei Kirchorten bei gleichzeitiger Bündelung der Verantwortlichkeit in den Bereichen, in denen eine gemeinsame Vorgehensweise notwendig ist.


Mit neuen Strukturen werden wir die negativen Trends in unserer Kirche nicht aufhalten. Sie sind nur die notwendige Basis für eine „neue Gemeinde“, für den jungen Wein, den wir in die neuen Schläuche füllen. Um die neue Gemeinde entstehen zu lassen braucht es viele Helfer und Engagement der Gemeinde. Eine Aufgabe, mit der wir uns alle in den kommenden Jahren beschäftigen werden.


Roland Fischer
Mitglied der Kirchenverwaltung Altenfurt

Wichtige Entscheidungen für ALFIMO

Wie geht es weiter nach der Wahl vom 25.2.