Firmvorbereitung in der Pfarrei St. Johannes der Täufer


Zur Teilnahme am Firmkurs sind alle Schülerinnen und Schüler eingeladen, die im Schuljahr 2019/2020 eine 6. bzw 7. oder höhere Jahrgangsstufe besuchen und noch nicht das Sakrament der Firmung empfangen haben

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FIRMUNG –

ein wichtiger Schritt auf dem Glaubensweg

Gott, ich möchte an dich glauben, aber manchmal fällt es mir schwer, sehr schwer. Da sind Zweifel, die ich nicht verdrängen kann… und will. Sie müssen geklärt werden,

denn sonst kann ich nicht glauben. Aber ich brauche meinen Glauben, weil er mir hilft, meinen Weg zu gehen. Er macht mich stark gegen Gleichgültigkeit. Vor allen Dingen ermutigt er mich. Immer wieder! Und er richtet mich immer wieder auf, wenn ich gefallen bin. (Maike, 14 J.)

 

Dieses Gebet, das eines Tages aus einem jungen Herzen während der Firmvorbereitung ganz spontan herausgeflossen ist, scheint Bände zu sprechen. Dazu gehört unter anderem die Feststellung, dass man den Glauben tatsächlich mit einem Weg vergleichen kann, und dass der sehr oft benutzte Termin „Glaubensweg“ einen durch und durch nachvoll- ziehbaren Hintergrund hat. Das bestätigt auch die derzeitige Praxis der Sakramentenspendung, die davon ausgeht, dass der Christ, die Christin stufenweise in den Glauben, also in das Vertrauen zu Gott hineinwachsen soll. Die erste Stufe ist die Taufe. Sie ist das Sakrament des Christwerdens, das für die Getauften bedeutet: Du bist hineingenommen in das Leben mit Gott, Du bist eingegliedert in die Gemeinschaft mit Jesus Christus und in die Gemeinschaft der Kirche. Das ist der (offizielle) Beginn, der den Weg dann weiter gehen lässt – durch die erste Beichte (Sakrament der Versöhnung) zur Erstkommunion (Sakrament der Eucharistie). Ein Kind darf nun nach entsprechender Vorbereitung „voll“ am Gottesdienst der Gemeinde, an der Eucharistiefeier teil- nehmen. Diese ist – in Anlehnung an das Letzte Abendmahl Jesu – die Mitte des christlichen Glaubens.

 

Unsere menschliche Erfahrung ist es aber, dass unser Glaube manchmal schwächelt. Wie in dem oben zitierten Gebet. Deswegen braucht er, es brauchen (vor allem die jungen) Christen eine Stärkung, eine Ermunterung und Beglaubigung. Und genau dies ist die Übersetzung der lateinischen Worte firmare bzw. confirmatio, aus denen das Wort FIRMUNG kommt. Sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Glaubens- weg, und gleichzeitig vollendet sie die Eingliederung in das christliche Leben. Dementsprechend darf sie nicht isoliert werden, sondern steht mit Taufe und Eucharistie in einem engen Zusammen- hang. Alle drei werden als Initiationssakramente bezeichnet, dessen Ziel die zunehmende persönliche Aneignung des christlichen Glaubens ist. Die Firmung als solche, vom Bischof oder von einem von ihm beauftragten Priester durch Handauflegung, Salbung mit Chrisam und Kreuzzeichen gespendet, vermittelt den Heiligen Geist und stärkt die Verbindung mit Jesus Christus und der Gemeinschaft der Kirche. Gottes Geist erfüllt uns. Er beschenkt uns mit seinen sieben Gaben (Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht) und gibt uns Kraft und Mut für unseren Lebens- und Glaubensweg,

 

Kraft und Mut als Christ, als Christin zu leben, den Glauben zu bezeugen und sowohl in der Kirche als auch in der Welt Verantwortung zu übernehmen. Begeistert. Entflammt. Jeden Tag neu.

 

Wir freuen uns auf die nächste Runde der Firmvorbereitung, die in unserer Pfarrei St. Johannes der Täufer im Jahr 2020 stattfindet.

 

Das Firmvorbereitungs-Team



Der Ablauf der Firmvorbereitung in unserem Pfarrei St. Johannes der Täufer

Den Ablauf der Firmvorbereitung, welche auf drei Säulen und dem Versöhnungstag beruht, können Sie der folgenden Grafik entnehmen. Für weitere Fragen steht Ihnen das Firmvorbereitungsteam selbstverständlich jederzeit zu Verfügung.


Firmkurs


(= monatliche Treffen am Samstagnachmittag)

Gebet für die Firmlinge

Herr, unser Gott,
ich bitte dich für unsere Firmkandidaten.
Sie bereiten sich vor,
das Sakrament der Firmung zu empfangen.
Lass sie erfahren,
dass das Vertrauen in Dich
stark und froh macht.
Lass sie begeistert sein für das Gute,
dass Dein Geist durch uns wirken will.
Lass sie Menschen begegnen,
durch die sie spüren können,
dass du da bist für uns.
Lass uns alle ohne Vorurteile sein
diesen jungen Menschen gegenüber
und lass uns das Gute, das wir empfangen haben,
weitergeben an sie.
Dann lebst du unter uns in Deinem Geist
heute und in Ewigkeit. Amen.