Lachen ist gesund!!!!!!!!!!!!!!!

 


Im Flugzeug nimmt neben dem
Pfarrer ein Rabbi Platz und nimmt dankend das Glas Champagner an, das die hübsche Stewardess den beiden offeriert. Der Pfarrer hingegen lehnt ab und erklärt der jungen Frau: „Im Gegensatz zum Rabbi muss ich als Vertreter der katholischen Glaubenslehre auf Alkohol ebenso verzichten wie auf Geschlechtsverkehr.“
Der Rabbi wendet sich daraufhin noch einmal an die Stewardess: „Entschuldigen Sie, aber mir war nicht bekannt, dass ich wählen kann...“
Nur nicht zu kurz
Im Ministranten Unterricht wird die Heilige Messe durchgenommen. „Welchen Sinn haben die liturgischen Zeremonien?“ fragt der Kaplan. Meldet sich Sophie: „Sie sind dafür da, dass die Messe lange genug dauert.“
Na so was!
Der Pfarrer tadelt seine Ministrantin Bettina: „Betti, ich fürchte, wir werden uns im Himmel nie begegnen!“ - „Ach du heiliger Bimbam“, sagt diese. „Herr Pfarrer, was haben Sie denn Schlimmes ausgefressen?“
Der Papst reist im Auto durch die menschenleere Wildnis Kanadas. Plötzlich sagt er zu seinem Fahrer: „Lassen Sie mich mal ans Steuer.“
Der Chauffeur: „Aber heiliger Vater ...“
Doch der Papst ist unerbittlich: „Mich sieht doch keiner, und der Herr ist mit mir ...“
Glücklich wie ein Kind klemmt er sich hinters Steuer und fährt los. Erst 60 Meilen, dann 80, 100 ... Da ertönt die Sirene der Highway-Police. Der Papst stoppt, und die Polizisten klopfen ans Fenster. Doch dann rennen sie zu ihrem Wagen und funken an die Zentrale:
„Wir haben hier eine Geschwindigkeitsübertretung.“
„Ja und, dann kassieren Sie halt ...“
„Aber es ist eine wichtige Persönlichkeit.“
„Auch wenn’s ein Minister ist, das muss bestraft werden.“
„Aber er ist noch viel wichtiger!“
„Ja, wer ist es denn?“
„Wissen wir auch nicht, aber der Papst ist sein Fahrer ...“

Kommt ein Pastor zu Besuch zu einem Freund und sieht bei ihm ein Hufeisen über der Tür hängen. „Was soll denn das mit dem Hufeisen? Du glaubst doch wohl nicht daran, dass das Glück bringt?"
„Natürlich nicht", erwidert der Freund, „aber ich habe mir sagen lassen, dass es auch hilft, wenn man nicht dran glaubt

Arbeit oder Vergnügen

Ein Mann, der eine Sünde am Sonntag vermeiden will, fragt einen Priester, ob Sex Arbeit oder Vergnügen ist. Der Priester schaut lange in der Bibel nach und sagt dann: „Mein Sohn, nach allem, was ich gelesen habe, ist Sex Arbeit und somit am Sonntag nicht erlaubt.“
Sicherheitshalber fragt der Mann auch einen evangelischen Geistlichen, einen verheirateten Mann, allseits erfahren und lebensklug. Doch von ihm erhält er die gleiche Antwort: Sex ist Arbeit und darum nichts für den Sonntag.
Immer noch nicht überzeugt, fragt er auch ein Rabbi. Dieser überlegt nicht lange, sondern sagt sofort: „Mein Sohn, Sex ist eindeutig Vergnügen.“
„Rabbi, wie können Sie da so sicher sein, wenn mir alle anderen sagen, dass Sex Arbeit ist?“ Darauf der Rabbi leise: „Wenn Sex Arbeit wäre .... würde meine Frau das Hausmädchen damit beauftragen.“

Im Religionsunterricht:
„Eberhard, kannst du mir sagen, wie der Schutzpatron der Glöckner heißt?" - „Na klar, Herr Lehrer. Das ist der heilige Bimbam!"

 

Gesellschaft Jesu

Ein Dominikaner behauptet gegenüber einem Jesuiten, über jedes beliebige Thema aus dem Stand eine Predigt halten zu können.
„Gut“, meint der Jesuit, „das wollen wir doch mal sehen." Sie kommen überein, dass der Dominikaner am nächsten Tag vor dem gesamten Jesuiten-Kolleg eine Predigt halten soll, dessen Thema er erst auf der Kanzel in einem Briefumschlag finden wird.
Am folgenden Tag steigt der Dominikaner auf die Kanzel, öffnet den Umschlag und liest das Thema der Predigt: Die Gedanken des Jesuskindes in der Krippe.
Der Dominikaner beginnt: „Das Jesuskind lag also so in der Krippe und sah sich um. Mehr als für Maria und Josef interessierte es sich für einen Ochsen und einen Esel, die nahebei standen. Und da dachte es sich: das ist also die Gesellschaft Jesu …“

 

Rom
Gott Vater, Jesus und der Heilige Geist überlegen, wohin sie wohl dieses Jahr in den Urlaub fahren sollten. Da kommt der Vorschlag: „ Wie wäre es denn mit Rom?“.
Der Heilige Geist stimmt freudig zu: „ Oh, ja, da war ich noch nicht“.

Logisch
Der Dorfpfarrer baut einen Hühnerstall. Der 12jährige Simon, ein tüchtiger Ministrant, hilft ihm dabei. Als der Stall fertig ist und die Hühner gut untergebracht sind, gibt der Pfarrer dem Bub einen Briefumschlag. Er sagt: „Für dich, weil du so fleißig warst.“ - Freudig öffnet Simon zu Hause das Couvert. Er findet darin einen Zettel, auf dem steht: „Du bist ein Kind Gottes. Du brauchst keinen Mammon.“ Ein paar Tage später ist der Hühnerstall leer, alle Hühner sind verschwunden. Am Stall hängt ein Zettel: „Du bist ein Hirte Gottes. Du brauchst keine Hühner!“
Kingelbeutel
Der Pfarrer ertappt die Haushälterin, wie sie gerade im Klingelbeutel wühlt. „Um Himmels Willen, Frau Müller, was machen Sie denn da?“, ruft er entsetzt. „Sie werden doch wohl nicht gegen das siebente Gebot verstoßen!“
„Keine Sorge, Herr Pfarrer. Ich suche nur nach einem passenden Knopf für Ihre Jacke.“
Lüge?
Der Pfarrer hat im Ausland billig Kaffee gekauft. Bevor er an die Grenze kommt, schiebt er sich je ein Pfund unter jede Achsel.
Der Zöllner: „Haben Sie etwas zu verzollen? Alkohol, Zigaretten, Kaffee?"
„Nein, mein Sohn“, antwortet der Pfarrer. „Ich habe zwar zwei Pfund Kaffee gekauft, aber ich habe sie schon unter den Armen verteilt."
Unglücksfall
Die Ministranten dürfen mit auf den Kirchturm und besichtigen die Glocken.
Der Kaplan erklärt ihnen: „Die beiden kleineren Glocken läuten Sonntags zur Messe, die große Glocke nur an hohen Feiertagen, zu Kirchenfesten, aber auch wenn es brennt, wenn der Bischof kommt oder bei anderen Unglücksfällen.“
Suppe für Pontius Pilatus
Im Kloster wird gebaut. In der Klosterküche bleibt derweil jede Menge Suppe übrig. Die Oberin schickt die Küchenschwester mit der Suppe zur Baustelle, um sie an die Arbeiter zu verteilen.
Die Schwester will jedoch erst mal wissen, wie es überhaupt um den Glauben der Männer steht.
Sie fragt den Polier: „Kennen Sie Pontius Pilatus?" Der schreit nach oben: „Kennt einer den Pontius Pilatus? Seine Frau ist da und bringt ihm das Essen."
Kirchlicher Zoo
In der Sakristei ist ein Streit unter den Ministranten ausgebrochen. „Du bist ein richtig blöder Esel!“ faucht Annalena den kleinen Erik an.- „Und du bist ein dummes Kamel“, gibt dieser zurück. „Und Olli ist ein Ochse!“, schreit Herbert. - „Jetzt reicht‘s aber“, mischt sich der Pfarrer ein. „Ihr habt wohl ganz vergessen, dass ich auch noch da bin.“

Nachgefragt
Der Pfarrer entdeckt, dass in der Messweinflasche ein gehöriger Schluck fehlt. Er stellt seinen Ministranten Freddi zur Rede, doch dieser tut so, als wüsste er von nichts. Da sieht der Pfarrer ihn streng an und sagt: „Mein lieber Freddi, als ich so alt war wie du, habe ich nie gelogen!“ - „Und wann haben Sie damit angefangen?“ will Freddi wissen.
Pantoffelhelden
Paar für Paar laufen die Tiere zur Arche Noah. Plötzlich geht es nicht mehr weiter. Da sagt die Maus zur Giraffe: „Schau doch mal, was da vorne los ist!" Die Giraffe reckt den Hals und meint dann mit einem Seufzer: „Das kann noch lange dauern. Die Tausendfüßler ziehen sich gerade ihre Pantoffeln an!"
Tüchtige Elektriker
Ein Schreiner, ein Elektriker und ein Maurer streiten sich, wer das älteste Handwerk hat. Sagt der Maurer: „Wir haben damals in Ägypten die Pyramiden gebaut!" Meint der Schreiner: „Und wir bauten bereits Noahs Arche!" Darauf der Elektriker: „Jungs, das könnt ihr vergessen! Als Gott sprach ‚Es werde Licht‘, da waren bereits alle Leitungen verlegt!"

Zölibatäre Hoffnung 

Klagt ein katholischer Priester seinem Kollegen: „Wir werden es wohl nicht mehr erleben, dass wir mal heiraten können." – „Nein", sagt der andere, „aber unsere Kinder ..."

Fahrt mit Gott


Ein Bischof fährt freihändig Fahrrad. Ein Polizist verwarnt ihn und sagt: „Das macht 5 € Strafe!" - „Wieso denn das?“, meint der Bischof. Mir kann doch nichts passieren. Gott ist doch bei mir!" – „Was? Zu zweit ward ihr auch noch? Das macht dann 10 €!“
Der Pfarrer bei der Taufe:
"Wie soll der Junge denn heißen?"
Die Mutter: "Erasmus, Siegfried, Richard, Karl, August ..."
Unterbricht der Pfarrer kurz und flüstert dem Küster zu: "Mehr Wasser bitte!"
Ein Bischof besucht den Dorfpfarrer und findet bei ihm eine hübsche junge Frau und viele Kinder vor. „Was sind das für Kinder?" will er wissen.
Antwortet der Pfarrer: „Ach, das sind nur die Neffen meines Bruders.“
Herr Niemand erzählt seinem Nachbarn: „Ich war gestern auf der Beerdigung vom Pfarrer. Sehr beliebt scheint er ja nicht gewesen zu sein. Ich war der einzige, der geklatscht hat …“.
Die Bibel droht
Der Pfarrer wird beauftragt, schnellstens 500 Bibeln in seinem Dorf zu verkaufen. Umgehend macht sich ans Werk. Nach einer Woche ist er aber erst zwei Bibeln losgeworden. Traurig sitzt er in der Kirche, als sein jüngster Ministrant kommt. Der will ihm helfen. Der Priester überlässt ihm die 498 Bibeln. Nach drei Stunden kommt der Junge wieder und möchte weitere 500 Bibeln haben. Fragt der Priester verdutzt: „Ja, wie hast du denn die Bücher so schnell verkauft?" Sagt der Bub: „Ich habe gesagt, entweder lese ich ihnen die Bibel vor, oder ihr müsst sie kaufen."
Ein Minister, ein Priester und ein Rabbi machen an einem heißen Sommertag einen gemeinsamen Ausflug. An einem einsamen Waldsee angekommen, schauen sie sich um, und da niemand zu sehen ist, ziehen sie sich splitternackt aus und nehmen ein erfrischendes Bad. Als sie das Wasser gerade wieder verlassen, erreicht eine Gruppe Frauen das Seeufer. Schnell bedecken der Minister und der Priester ihr Geschlechtsteil mit einer Hand, greifen mit der anderen nach ihrer Kleidung und laufen in den Wald. Der Rabbi schlägt beide Hände vors Gesicht und rennt hinterher. Als die Frauen weg und alle wieder bekleidet sind, fragt der Priester den Rabbi, weshalb er denn sein Gesicht und nicht sein Geschlechtsteil bedeckt habe. Darauf der Rabbi: „Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber in meiner Gemeinde erkennt man mich am Gesicht.“
Der alte Schulze ist gestorben., und der Pfarrer hält in der Kirche die Trauerrede.
“Ein großer Kirchgänger war er ja nicht...”.Da unterbricht ihn eine Stimme aus der letzten Reihe.
Stimmt, und wenn wir ihn heute nicht reingetragen hätten, wäre er wieder nicht gekommen!

Die Mutter Oberin ist mit einer Nonne aus Schottland gerade in den USA gelandet. Beide haben Hunger. Sagt die eine zur anderen: „Schau mal, der Stand da – der preist heiße Hunde an."

„Das ist ja schrecklich“, entgegnet diese, „aber wenn wir nicht verhungern wollen, müssen wir uns an die Speisen der Amerikaner gewöhnen."

„Gut" meint die Mutter Oberin, "dann wollen wir mal …". Am Stand bestellt sie zwei Hot Dogs. Der Verkäufer packt alles in eine Papiertüte. Die beiden Nonnen eilen zu einer Parkbank und packen ihr Essen aus. Verschämt schaut die Mutter Oberin den Snack an und fragt ihre Begleiterin im Flüsterton: „Und welches Teil hast du gekriegt?"

Gott kann alles


Beim Abendgebet wird Jakob wie immer los, was ihm auf dem Herzen liegt. Seine Mutter hört ihn beten: „Lieber Gott, kannst du nicht dafür sorgen, dass die vielen wichtigen Vitamine nicht mehr im Gemüse, sondern im Nachtisch sind? Amen.“

B i t t e

Eine Glosse


Bis dahin war alles seinen gewohnten Gang gegangen. Der Priester hatte die Gebete ordentlich gebetet, die Gemeinde hatte unisono geantwortet (bis auf Frau Weber, die wie immer eine Sekunde zu spät startete), alle waren zur richtigen Zeit aufgestanden, hatten sich hingekniet oder gesetzt. Wie gehabt.
Nun trug der Lektor die Fürbitten vor:„Gott, unser Herr", deklamierte er in sakralem Tonfall, „der du dich in Jesus Christus besonders der Ausgestoßenen und Verachteten angenommen hast: Wir bitten dich im Vertrauen auf dein Wort, das in alle Ewigkeiten Gültigkeit besitzt: Lass uns ein offenes Herz haben für die Ausgestoßenen in unserer Gesellschaft. Die Gemeinde holte gerade Luft, um „Wir bitten dich erhöre uns" zu antworten, da blieb ihr die Luft buchstäblich im Hals stecken.
Denn es ertönte eine Stimme:
„Okay - das ist gar nicht so schwierig. Geh mal raus vor die Kirche, da steht gerade ein Asylbewerber", hörten alle deutlich, denn die Stimme donnerte, obwohl sie gleichzeitig unglaublich sanft klang. Wo sie herkam, ließ sich nicht feststellen.
Der Lektor sagte automatisch: „Pst, nicht stören!"
„Wieso stören? Ich störe doch nicht!" antwortete die Stimme. „Natürlich stören Sie! Sie unterbrechen unsere Fürbitten."„Ich unterbreche sie nicht, ich erfülle sie!"
Nun schien auch der Lektor zu bemerken, was da eigentlich vor sich ging. Endlich stellte er die naheliegende Frage: „Ja,. wer sind Sie denn?"
Die Stimme hörte sich an, als ob der Sprecher verärgert die Augenbrauen .nach oben zog: „Du stellst Fragen! Du hast doch gerade zu ‚Gott unserem Herrn' gebetet, oder? Und jetzt antworte ich, und Du wunderst Dich!"„Nein! - Äh, ja doch!" Der Lektor bewegte seine Lippen eine Weile im Leerlauf. In der Kirche machte sich atemlose Spannung breit.
Fast flüsternd fragte der Lektor: „Äh, was hast Du vorhin gesagt?"
„Vorhin, ganz am Anfang? - Dass Du mal raus vor die Kirche gehen sollst, weil da ein Asylbewerber steht!" „Wieso?"„Du hast mich doch gebeten: Lass uns ein offenes Herz haben für alle Ausgestoßenen in unserer Gesellschaft." Ja, und da wollte ich Dir halt einen kleinen Tipp geben, was Du damit anfangen kannst, mit dem offenen Herzen.".
Der Lektor schnaufte erleichtert durch. Glücklich sagte er: „Ach so! Äh, nein, weißt Du, äh, lieber Gott, so war das jetzt nicht gemeint, also nicht so persönlich. Ich habe das bloß stellvertretend für die Gemeinde vorgelesen!"„Dann geh halt stellvertretend für die Gemeinde raus!"„Ja, und dann?"
„Dann sag ‚Guten Morgen' zu dem Asylbewerber und schau, was dann passiert!"
Der Lektor tippte sich an die Stirn. „Dann erzählt der mir seine ganze Lebensgeschichte, weil ich der erste bin seit Monaten, der auf ihn zugeht!"/
„Eben!"
„Aber ich habe noch einiges zu erledigen, ich muss dann gleich heim. Da soll lieber der Pfarrer rausgehen!"
„Und die Fürbitten?"
„Ach, vergiss sie!"
„Okay."
Wieder schnaufte der Lektor erleichtert durch.
„Dann trag mir die nächste Fürbitte vor", ermunterte ihn die Stimme.
Der Lektor sank zusammen. „Oh Gott" murmelte er.
„Ja, bitte?", antwortete die Stimme.
Es brauchte eine Weile, bis der Lektor begriff. Dann stammelte er: „Äh, das war jetzt nicht so gemeint!"
„Meinst Du überhaupt irgend etwas so, wie Du es sagst? - Also: Fürbitte Nummer Zwei!"
Der Lektor sammelte sich. Verzweifelt blickte er sich um. Warum half ihm denn niemand? Alle saßen sie wie gebannt da. Schließlich begann er zu lesen:
„Schenke Deinem Volk, das sich im Vertrauen auf Deine Führung auf der Pilgerschaft zu seiner ewigen Heimat in Deinem Reich, das dereinst einmal in Herrlichkeit kommen wird, befindet, Vertrauen auf Dich, den Vater der Seienden."
„Hä?" Die Stimme schien ratlos.
„Bitte?", fragte der Lektor höflich zurück.
Die Stimme sagte: „Also, ich habe kein Wort kapiert! Du etwa?"
Der Lektor überflog die Fürbitte noch einmal, „Ich, nein", antwortete er dann.
„Wieso liest Du das dann vor?"
Der Lektor setzte zu einer Antwort an, doch es kam nur ein Stammeln heraus, das schließlich in beschämtes Schweigen mündete.
Nun klang die Stimme leicht verärgert. „Sag mal, willst Du mich vergackeiern, oder was?"
„Nein, wirklich nicht", beteuerte der Lektor. „Mensch - ich meine: Gott, was willst Du denn von mir? Soll ich mir vielleicht selber die Fürbitten ausdenken?"
„Warum nicht?"
Der Lektor bekam zunehmend Probleme mit der Koordination seiner Sprechmuskeln.
„Ja, das geht doch nicht! Also, wenn da jeder ... Wo ... wo ... wo soll denn das hinführen?"
„Zu einem lebendigen, lebensnahen Gottesdienst, mit dem mir, Gott, wirklich gedient ist. Hast Du sonst noch irgendwelche Bitten auf dem Herzen?"
Der Lektor blickte in sein Buch. „Da stehen noch drei. Willst Du wirklich, dass ich..." Er verstummte.
„Na klar", entgegnete fröhlich die Stimme.
Der Lektor war kaum noch zu verstehen. „Also gut", hauchte er, „die nächste ist ganz kurz."
„Prima, vielleicht verstehe ich sie dann!"
Der Lektor atmete ein paarmal tief durch, dann las er: „Herr, gib, dass wir unseren Besitz teilen."
- Stille -
Der Lektor blickte erwartungsvoll auf. Stille. - Immer noch Stille.
„Äh, Gott, was meinst Du jetzt zu dieser Fürbitte?", fragte schließlich der Lektor mit zitternder Stimme.
„Welche Fürbitte?", kam es zurück.
„Ja die, die ich gerade vorgelesen habe!"
„Ach, das war eine Fürbitte! Also, wenn das eine Bitte war, dann eine selten blöde!"
Nun wurde es dem Lektor zuviel. Mit deutlich hörbarem und sichtbarem Ärger fragte er: „Wieso jetzt das schon wieder?"
Auch die Stimme schien ärgerlich zu sein. „ ‚Gib, dass wir unseren Besitz teilen.' Ph! Wie soll ich das ‚geben'? Soll ich euch einfach die Hälfte wegnehmen oder was? Also, das Gemotze dann möchte ich hören! ‚Gib, dass wir teilen!' Entweder ihr wollt oder ihr wollt nicht, aber schiebt die Verantwortung für euren Egoismus doch nicht auf mich!"
Der Lektor wurde laut: „Ja, kann man Dir eigentlich überhaupt irgendwas recht machen?"
„Wie wär's mit: ‚Vater, Dein Wille geschehe!' Oder mal was Persönliches!"
Der Lektor klappte sein Buch zusammen. „Weißt Du was, ich mag nicht mehr!"
„Komm, eine Bitte noch", lockte die Stimme.
„Nein!", sagte der Lektor mit Nachdruck und wandte sich zum Gehen.
„Nur eine Bitte!"
„N e i n!"
„Nur eine einzige persönliche Bitte!"
„Herrgott, jetzt lass mich doch endlich in Ruhe", brüllte der Lektor.
„Na also, es klappt doch!", antwortete die Stimme zufrieden.